Aktuelle Beiträge

Warum Sie schon heute SAP HANA auf dem Schirm haben sollten

SAP stellt die eigene Interpretation einer In-Memory-Datenbank vor. Dabei hat diese Lösung nur noch wenig mit den ersten In-Memory-Gehversuchen der Branche gemeinsam. Wir sagen Ihnen, warum Sie diese Lösung für zukünftige Investitions-Entscheidungen auf den Schirm nehmen sollten.

HANA ist nicht nur eine In-Memory-Datenbank sondern vereint Performance mit den Tugenden von herkömmlichen relationalen Datenbanken. Wichtig ist dabei zu wissen, dass HANA nicht nur für eine Performance-Steigerung gedacht ist. Vielmehr ergeben sich durch das System auch völlig neue Analyse-Möglichkeiten und Chancen zum Umdenken etablierter Prozesse. Im Nachfolgenden möchten wir Ihnen einige Stärken dieses neuen Systems skizzieren.

Geschwindigkeit

Der offensichtlichste Grund liegt unstrittig im enormen Geschwindigkeitszuwachs. Anders als man allerdings auf den ersten Blick annehmen könnte, resultiert dieser Performance-Schub aber nicht nur aus der Verschiebung der Daten in den Arbeitsspeicher. Vielmehr nutzt SAP diese neue Plattform um auch gleichzeitig eine neue Tabellen-Engine einzuführen: HANA setzt dabei auf eine Weiterentwicklung der TREX-Engine, die bereits in Netweaver zum Einsatz kommt. Im Gegensatz dazu setzt HANA allerdings verstärkt auf eine spaltenorientierte Speicherung, was OLAP-Anfragen weiter beschleunigt. Das In-Memory-Processing übernimmt die P*Time-Engine.
Ein weiterer Grund ist, dass Anwendungen direkt auf HANA ausgeführt werden können und somit ein zusätzlicher Application-Tier entfällt.

OLAP und OLTP

HANA ist allerdings nicht nur für OLAP optimiert, sondern bringt auch gleichzeitig eine zeilenbasierte Engine mit, welche für viele klassische transaktions-orientierte und relationale Aufgaben besser geeignet ist. Für viele OLTP-Szenarien ist nicht die Geschwindigkeit entscheidend, sondern die persistente Speicherung. Deswegen bringt HANA mit MaxDB eine eigene Persistenz-Schicht mit, die die Daten auf schnellen Solid State-Disks vorhält - und damit immer noch schneller ist, als viele bisherige Lösungen.

Big Data

SAP HANA integriert eine prädiktive Analyse, Text-Mining und Big Data in einer gemeinsamen Umgebung. So ist u.a. eine Hadoop-Integration vorgesehen, womit sich Millionen von semi- und unstrukturierten Datensätzen in Sekunden durchsuchen lassen.

Anwendungen integriert

Mit HANA versucht SAP, die in den letzten Jahrzehnten praktizierte Trennung von Datenhaltung und Anwendungen ein Stück weit rückgängig zu machen. HANA ermöglicht es dem Benutzer, Anwendungen auf dem gleichen System zu entwickeln und auszuführen. Dies bringt zum einen Geschwindigkeitsvorteile, da der Kommunikations-Overhead zwischen der Datenbank und einem zusätzlichen Application-Tier im Netzwerk entfällt. Zum anderen lassen sich somit auch potentiell Kosten sparen: (1) dadurch dass keine zusätzliche Hard- und Software für den Application-Tier benötigt wird und (2) zusätzlich bietet HANA eine neue Entwicklungsumgebung, die viele der herkömmlichen BI-Entwicklungstasks vereinfacht bzw. beschleunigt.

Sicherheit

Ein weit verbreiteter Irrtum ist, dass In-Memory-Datenbanken unsicher sind, denn die Daten werden schließlich in einem flüchtigen Arbeitsspeicher gehalten. Tatsächlich bringt HANA allerdings eine eigene Persistenz-Schicht mit: Änderungen im Arbeitsspeicher werden fortlaufend, leicht asynchron auf Solid State Disks geschrieben. Das Prinzip ähnelt dabei dem von traditionellen DB-Backup-Lösungen: sollte es zu einem Crash kommen (bspw. Stromausfall) bei dem der Arbeitsspeicher gelöscht wird, wird zunächst ein Datenbank-Snapshot wiederhergestellt und anschließend in Roll-Forward-Manier die neueren Transaktionen inkrementell wiederhergestellt. Durch die ausschließliche Verwendung von SSDs in den HANA-Appliances kommt es nur zu einer kurzen Ausfallzeit bis die Datenbank wieder einsatzfähig ist - ohne Datenverlust.
Die Speicherung auf SSDs stellt somit das Stage1-Backup dar. Zusätzliche, herkömmliche Backup-Methoden bilden das Stage2-Backup und sorgen dafür, dass HANA in Punkto Datensicherheit keine Defizite aufweist.

Kosten

Aus den bereits skizzierten Vorteilen lassen sich verschiedene Kostensenkungspotentiale identifizieren: (1) reduzierte IT- und Entwicklungskosten durch die Zusammenführung von operativen und analytischen Datenbeständen, (2) reduzierte IT-Kosten durch den Wegfall eines zusätzlichen Applications-Tiers und eine (3) beschleunigte Entwicklung von analytischen Anwendungen.
Die einzelnen Punkte sind allerdings für den konkreten Anwendungsfall zu prüfen. Insbesondere bei Ersatzinvestitionen für bisherige BI-Lösungen ergeben sich sicherlich keine kurzfristigen Einsparpotentiale. Die mittelfristigen Kostenvorteile eine Unified Environment sind aber nicht neu und liegen auf der Hand.

Der aktuelle Stand

HANA ist eine relativ neue Technologie: die erste Version wurde 2010 vorgestellt, seitdem hat diese allerdings einen starken Wandel vollzogen. Während anfangs ein Parallel-Betrieb zur etablierten BW-Umgebung angedacht war, ist mittlerweile ein kompletter Ersatz der BI-Komponenten möglich. Im Januar 2013 hat SAP die Business Suite für HANA freigegeben und mischt damit die (eigenen) Karten nochmals neu. Seitdem gibt es laufend neue Updates mit neuen Funktionen und Verbesserungen. Dennoch sind einige Lösungen noch ausstehend, wie beispielsweise die Aufhebung der Beschränkung von Schema-Größen. Folglich sind die möglichen Einsatzszenarien individuell zu prüfen. Nichtsdestotrotz ist die Technologie schon sehr weit gereift, sodass nicht nur länger Early-Adaptors darüber nachdenken sollten.

Die Entwicklungsgeschwindigkeit seitens SAP zeigt sehr deutlich, wo die Reise in Zukunft hingehen soll. Es ist also keine Frage "ob", sondern nur noch "wann" und "wie". Bei der Beantwortung beider Fragen können wir Sie aktiv unterstützen. Wir sehen viel Potential für diese neue Datenbank-Technologie und können nur jedem BW-Kunden raten, diese für zukünftige Investitionsentscheidungen auf den Schirm zu nehmen.
Gerne unterstützen wir Sie bei den Fragen des "wann" und "wie" mit der Skizzierung von Einsatzszenarien, konkreten Anforderungsanalysen, Proof-of-Concept-Installationen, bis hin zum Go-Live und darüber hinaus.

Kontakt

woman-with-phone

Haben Sie Fragen zu unseren Lösungen? Interessieren Sie sich für ein spezielles Thema?
Unsere Berater nehmen gerne mit Ihnen Kontakt auf.
 
Aktuelle Seite: Home News Warum Sie schon heute SAP HANA auf dem Schirm haben sollten

Share on: